Häufige Fragen zu den Galápagos-Inseln!
Was ist so besonders an Galápagos?
Die Inseln liegen isoliert im Pazifischen Ozean und konnten sich über Jahrtausende ungestört entwickeln. Hier gibt es sehr viele Endemiten. Das sind Tier- und Pflanzenarten, die nur dort zu finden sind. 80 % der Landvögel, 56 % der Insekten und 43 % der Pflanzen auf den Inseln sind Endemiten.
Hierzu gehören beispielsweise die Baum-Scalesien (Scalesia pendunculata). Das sind Bäume, die mit unseren Gänseblümchen verwandt sind. Sie werden bis zu 20 m hoch und bilden ganze Wälder. Leider sind sie vom Aussterben bedroht.
Genau wie die Galápagos-Meerechse (Amblyrhynchus cristatus). Sie sind die einzigen Eidechsen, die ihre Nahrung im Meer finden.
Oder der Rosada Drusenkopf (Conolophus marthae), eine rosafarbene Eidechsenart, die ausschließlich in einem rund 30 km2 grossen Gebiet am noch aktiven Vulkan Wolf auf der Insel Isabela zu finden ist. Es gibt nur rund 250 dieser Tiere.
Dies sind nur einige Beispiele für die Einzigartigkeit der Flora und Fauna der Galápagos-Inseln.
Warum sind so viele Arten auf den Galápagos-Inseln bedroht?
Durch die isolierte Lage des Archipels, konnten sich die Tier- und Pflanzenarten ungestört den gegebenen ökologischen Verhältnissen anpassen und ent-wickeln.
Wenn dann neue Tier- und Pflanzenarten hinzu-kommen, können sie zu invasiven Arten werden, wenn sie die lokalen Arten bedrohen.
Die neuen Pflanzen wuchsen schneller, hatten höhere Fruchterträge und verbreiteten sich rascher als die einheimischen Pflanzen. So begann ein Verdrängungs-wettkampf.
Bei den Tieren war es ähnlich. Vögel und Eidechsen sahen in Ratten oder Katzen keine Bedrohung und landeten auf deren Speiseplan.
Doch es gibt weitere, weniger lokale Probleme, die grosse Auswirkungen auf den Archipel haben.
Hierzu gehören die globale Erwärmung, die lokale Wetterphänomene verstärkt und Meeresströmungen verändert. Aber auch Plastikverschmutzung, und unkontrollierte Fischerei stellen große Herausforderungen dar.
Wie sind invasive Arten auf die Inseln gelangt ?
Durch Piraten und Freibeuter, Walfänger, Siedler und Touristen, kommen immer mehr Menschen und auch Waren auf die Inseln.
Durch Piraten und Freibeuter-Schiffe kamen Ratten auf die Inseln. Da die Menschen den Archipel als Fluchtversteck und Proviantstation nutzten, setzten sie Ziegen aus, die sich dort rasch vermehrten und die Nahrung der Schildkröten und Leguane frassen.
Walfänger rodeten Wälder, töteten die Seelöwen wegen deren Fell und nutzten rund 200.000 der Riesenschildkröten als Proviant.
Siedler brachten Katzen, Hunde, Esel und Schweine mit auf die Inseln. Einige dieser Tiere verwilderten und frassen die Eier von Leguanen oder boden-brütenden Vögeln oder jagten Eidechsen und Vögel.
Durch die entstehenden Siedlungen wurde Land gerodet und Pflanzen wie Zitrus-, Avocado-, und Chininbäume, Bambus oder Brombeeren auf die Inseln. Diese verdrängten die natürliche Vegetation.
Durch Warenimporte kamen, verschiedenste Insektenarten auf den Archipel, die zwischenzeitlich ganzen Populationen von Landvögeln bedrohen.
Wie können wir die Galápagos-Inseln schützen?
Viele wissenschaftliche Forschungsprojekte beschäftigen sich mit einzelnen Bereichen des Ökosystems Galápagos. Sie tragen dazu bei besser und umfassender zu verstehen, wie einzelne Arten leben und welche speziellen Bedürfnisse sie haben.
Es ist aber auch wichtig zu verstehen, wie die einzelnen Ökosysteme der Inseln funktionieren. Welche Abhängigkeiten es zwischen einzelnen Tier- und Pflanzenarten, dem Klima oder bestimmten Bodenbeschaffenheiten der Inseln gibt.
Nur wenn wir verstehen wie die Natur funktioniert können wir sinnvolle und langfristig wirksame Schutzmaßnahmen entwickeln.
So wurde es möglich eine Invasive Fliegenart, deren Larven die Küken der Landvögel tötet, zu bekämpfen, indem die Vögel selber das Insektizid in ihre Nester bringen. Hierzu war es aber auch nötig, den Vögeln geeignete Lebensräume zu bieten, indem invasive Pflanzen gerodet wurden. Das ist ein Erfolgsbeispiel.
Doch es gibt noch viel zu tun. Helfen Sie uns dabei!
Unsere Mission zum Schutz der Galápagos-Inseln
Was treibt uns an?
Wir engagieren uns leidenschaftlich für den Erhalt der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt der Galápagos-Inseln.
Wie unterstützen wir den Schutz?
Durch gezielte Förderung von Forschungs-projekten, Umweltbildung und Schutzmaß-nahmen helfen wir, das Ökosystem und bedrohte Arten zu bewahren.
Warum ist unser Einsatz wichtig?
Nur durch langfristige finanzielle Unterstützung der Forschung und Bildung ist es möglich, dieses Ökosystem mit seiner einzigartigen Flora und Fauna für kommende Generationen zu erhalten.